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Tagesstruktur

Yvonne & Sandra zeigen den umgebauten Blumenladen

Daniela Peter, Marketingverantwortliche

14. April 2021

«Das macht 25.50 Franken. Möchtest du die Tulpen lieber bar oder mit Karte bezahlen», fragt mich Yvonne an der Kasse. «Gerne bar.» Yvonnes Augen strahlen. Sie verrät mir, dass ihre Lieblingstätigkeit just «s’Gäld zehlä und retour gäh» sei. «Ich bin beeindruckt, wie professionell du das machst!», meint Sandra lachend. Bei der Arbeit verzichte Yvonne sogar auf ihr geliebtes Schimpfen über Politiker oder das lästige Coronavirus. «Aber sicher», erwidert Yvonne, «unsere geschätzte Kundschaft unterstützt ja den Wagerenhof. Da möchte ich einen guten Eindruck hinterlassen». Sie arbeitet seit rund fünf Jahren im Blumenladen und blüht dabei sichtlich auf.

«Wir haben die Infrastruktur erneuert und das Ladenkonzept noch besser auf die Bedürfnisse unserer Bewohnerinnen und Bewohner ausgelegt »

Sandra Lengacher, Betriebsleiterin

Die Betriebe des Wagerenhofs bieten interessante Tagesstrukturplätze an und erfüllen einen dualen Auftrag: Menschen mit Beeinträchtigung erhalten hier sinnvolle und lebensnahe Arbeitsplätze, gleichzeitig werden betriebliche Ziele verfolgt. Insgesamt 27 Personen mit und ohne Beeinträchtigung arbeiten im Blumenladen, dem Gärtnerei-Verkauf sowie im Glashaus-Café. Sie alle möchten den Einkauf im Wagerenhof zu einem ganz besonderen Erlebnis machen. Der Verkaufspunkt hat sich mit fast 33‘000 Stammkunden pro Jahr zu einem wichtigen Treffpunkt in Uster entwickelt – und gleichzeitig zu einem Ort der Begegnung mit der Bevölkerung.


Ressortleiterin Sandra im Interview
 

Welche Vorteile die Neuerungen im Ladenkonzept und das frische Erscheinungsbild mit sich bringen, verrät Ressortleiterin Sandra im Interview:

Was ändert sich für Euch künftig?

Wir sind bestrebt, zeitgemässe Produkte zu verkaufen und möchten, dass Menschen mit Beeinträchtigung dabei möglichst überall mitarbeiten können. Sei es im Verkauf oder ein bisschen geschützt im Hintergrund –  je nach Bedarf und Befinden. Um unserem dualen Auftrag künftig noch besser gerecht zu werden, haben wir die Infrastruktur erneuert und das Ladenkonzept stärker auf die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner ausgelegt. Im bisherigen Laden liessen es die Platzverhältnisse leider nicht zu, dass auch Menschen mit schwereren Beeinträchtigungen mitarbeiten konnten. Daher macht es Sinn, alle Verkaufstätigkeiten an einem Ort zu bündeln, wo die passende Infrastruktur vorhanden ist. So schaffen wir im integrierten Hofladen weitere Arbeitsplätze. Auch das Glashaus-Café wird in Zukunft – so Corona will – tatkräftig unterstützt, ebenso die Gärtnerei. Hier wird zudem ein Platz eingerichtet, von dem aus Bewohnerinnen und Bewohner dem bunten Treiben beiwohnen können. Auch ohne eine Arbeitsleistung erbringen zu müssen.
 

Und was versprecht Ihr Euch vom neuen visuellen Erscheinungsbild?

Zusammen mit dem Ladenkonzept gibt es dem Verkaufspunkt ein neues Gesicht und einen einheitlichen Auftritt – mit frischen Möbeln, Formen, Farben und Materialien. Eine klare Beschilderung erleichtert es den Kunden und Gästen zudem, sich zurechtzufinden. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass das Glashaus-Café und die Gärtnerei auch nach 18 Jahren am gleichen Standort oft nicht erkannt werden. Da hoffe ich auf eine spürbare Verbesserung. Es sind alle herzlich eingeladen, unseren neuen Verkaufspunkt zu erkunden!

Vielen Dank für diese sympathischen Antworten.

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