Seit dem Ransomware-Angriff auf die Stiftung Wagerenhof vom 9. Juli arbeiten ICT-Spezialisten unter Hochdruck an der Analyse und an einer schrittweisen Inbetriebnahme einzelner Systeme.
Die gesamte Server-/Applikationslandschaft, die Dokumentationen sowie die klassischen Kommunikationsmittel (Festnetztelefonie / E-Mail) waren seit dem Hackerangriff vom 9. Juli (Medienmitteilung vom 17. Juli) vorsorglich unerreichbar. Dank der umfassenden Analysen und der Unterstützung von externen Cybersecurity-Experten wird ab sofort am Wiederaufbau der Infrastruktur gearbeitet.
Seit dem 14. August funktioniert das Telefonnetz wieder. Die nächsten Phasen sind von komplexen, technischen Abhängigkeiten geprägt. Ab dem 28.9. sind Teams, schrittweise nach Betriebsrelevanz, wieder per E-Mail erreichbar. Flächendeckend ist der Wagerenhof Ende Oktober wieder per E-Mail erreichbar. Die wichtigsten Dokumente und Applikationen sind flächendeckend ab Ende Oktober wieder verfügbar, wobei die Daten von rund drei Wochen aus Sicherheitsgründen nicht mehr wiederhergestellt werden. Das Therapiebad ist ab 28.9. wieder offen.
Die Grundversorgung, medizinische Versorgung sowie die Sicherheit der Bewohnenden waren und sind weiterhin zu jeder Zeit gewährleistet.
Es besteht weiter die Annahme, dass ein Datenabfluss entstanden ist. Ausmass und Art der Daten stehen weiterhin nicht fest und können zum heutigen Zeitpunkt nicht eingeschätzt werden. Die forensische Evaluation läuft weiterhin. Der Vorfall wurde dem Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) gemeldet. Zudem wurde Strafanzeige erstattet. Aufgrund der laufenden Untersuchungen äussert sich die Stiftung Wagerenhof weiterhin nicht zum Fall.